Der Mond im Schlafrock

Kaninchen mit Pfifferlingen

Als die Elfe beim Mond erscheint, hat sie wieder eine prall gefüllte Umhängetasche dabei. Der warme und feuchte September läßt die Pilze sprießen und die Elfe hat noch genügend Pfifferlinge gefunden.

»Heute gibt es Kaninchen. Da wir es zwei Stunden mariniert ruhen lassen, haben wir genügend Zeit, uns ein wenig zu unterhalten, die Pfifferlinge putzen und einen Wein zu trinken. Erst einmal legen wir das Kaninchen ein.«

1 Kaninchen
Olivenöl
3 Schalotten
3 Möhren
½ Knolle Knoblauch
7 Stängel Thymian
5 Stängel Rosmarin
3 Lorbeerblätter
1 Zitrone
Salz und Pfeffer
Frische Pfifferlinge
100g Butter
1 Flasche Chardonnay
1 Flasche Fattoria la Vialla Torbolino bianco
1 Flasche Maybach Riesling trocken

Das Kaninchen wird geviertelt und in eine Auflaufform gelegt. Gut salzen und pfeffern und mit dem ausgepressten Zitronensaft beträufeln. Dann vorsichtig Olivenöl über die Kaninchenteile gießen, eine halbe Flasche Chardonnay in die Auflaufform geben und abgedeckt kühl stellen.

»Nun putzen wir erst einmal die Pfifferlinge. Schau, ich habe dir einen Pinsel mitgebracht. Damit kannst du sie säubern, den sandigen Fuß schneidest du ab. Gieße uns mal ein Glas vom Maybach ein, der Torbolino ist für deine Sterneputzerin und dich.«

Nachdem die beiden angestoßen haben, fragt der Mond: »Du hast den Wein ja schon in die Auflaufform gegossen, sonst löschst du doch aber erst später ab?«
»Der Wein soll dem Kaninchen vorher schon ein wenig Aroma geben und dann, wenn es in der Röhre ist, sorgt er von Anfang an für ein feuchtes Klima. Wenn der Wein verköchelt ist, können wir je nach Farbe des Bratens immer noch entscheiden, wieviel wir nachgießen.«

Der Mond und die Elfe erzählen und schneiden nebenher zwei Schalotten und den Knoblauch klein, putzen die Möhren und schneiden diese in dünne Scheiben. Nun wird der Kaninchenbraten für den Backofen vorbereitet. Dazu werden Zwiebeln, Knoblauch und Möhren zwischen die Kaninchenteile gelegt und die Kräuter dazu. Dann kommt die Auflaufform in den Ofen und wenn der Wein köchelt, die Temperatur herunter nehmen und noch eine Stunde garen.
»So, das ist also ein ziemlich simpler Kaninchenbraten,« sagt die Elfe zum Mond. »Da kannst du auch noch mit getrockneten Tomaten und Oliven experimentieren, oder es vor dem Marinieren mit Senf bestreichen. Die Sauce mit Crème Fraich verfeinern geht auch, ich persönlich liebe es naturell.
Für die Pfifferlinge schneiden wir eine Schalotte in kleine Würfel und lassen diese in der heißen Butter glasig werden. Dann kommen die Pilze hinzu und Salz und Pfeffer.«

Flugs macht sie sich von dannen, denn den restlichen Chardonnay haben sich die beiden auch noch geteilt. Vorher fragt sie den Mond noch: »Sag mal, wie wäschst du überhaupt ab?«

»Na, ich habe mir doch gleich einen Geschirrspüler einbauen lassen.«

»Habe ich mir gedacht. Dann lasse ich dir noch ein paar Zeilen zum Vergnügen hier, die mir in meiner Nachbarschaft zu Ohren gekommen sind.« ......

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